sábado 8 de agosto de 2009

What's the name of the game ...


Sie fühlte ein ungewisses Bedürfnis nach Hause zu gehen und mit etwas Neuem zu beginnen, etwas, das sie zuvor noch nie gemacht oder erlebt hatte. Ihr Leben gegen ein Abenteuer eintauschen, das ihrem Dasein einen neuen Sinn geben würde. Nichts und niemand würde sie davon abhalten können, nach den Spuren ihres neuen Lebens zu suchen ...!
  Sie brauchte ihr Unternehmen nur noch zu beginnen und ihren Traum, den sie schon so oft geträumt hatte, wahr werden zu lassen.
  Und Loredana wollte so sein, wie jene mutige und resolute Frau, über die sie in einem Buch gelesen hatte. So sein wie diese Frau, die sogar ihr Leben für die Liebe opfert ...!

jueves 11 de junio de 2009

Auf der Weid


Wie war das nochmal mit dem entschwundenen Licht? Dem Schatten, der mir auf Schritt und Tritt folgte. Es war Frühling, bald Sommer und ein neuer Tag war angebrochen. Die Sonne war über dem Dorf und dem nahe gelegenen Wald aufgegangen und hüllte den Weiler in einen wundervollen Lichtzauber. Imponiert vom Licht und den Schatten, dem Duft nach feuchter Erde machte ich meinen Weg durch den Wald, über eine Talmulde, hinauf auf die Weide, einem Ort, wo ich gerne sass und das Alleinesein suchte.

Ich machte mich also auf. Barfuss und allein. Ich lief gen Süden, in den Wald, unterhalb der Strasse auf dem Waldweg. Lief immer weiter, immer der Sonne nach, bis sich der schlängelnde Waldweg verzweigte, und ich den Weg über die drei Brücken wählte, die drei Bäche, Wasser, Leben und feuchte Luft. Die Sonne schien durch die Lichtung direkt auf den Quell des Lebens, das Wasser. Ich lief weiter, kam an einem Weiher vorbei. Jetzt blieb mir noch der Hochstieg über den Weidweg, der sich hinaufschlägelte, immer weiter, bis ich in der Weid ankam und mich auf mitten auf dem grünen Feld niederliess. Ich drehte mich um, mein Schatten stand hinter mir, war mir bis hierher gefolgt.

viernes 30 de enero de 2009

Die Legende der Schlangenspur


“Was siehst du nun?”

Ich stand vor dem Bild, betrachtete es und suchte nach Formen, Gestalten und Bilder innerhalb des Bildes. Ich war in Evis Atelier und rings um mich herum standen grossformatige Acrylbilder verschiedener Zyklen. Sie hatte mich gebeten, das grosse Schlangenbild ganz genau zu betrachten und ihr anschliessend zu sagen, ob mir was besonderes aufgefallen war. Ich kann mich noch heute sehr gut an den Geruch der Acrylfarben erinnern. An die Farbtöpfe, die Acrylfarben, das helle und geräumige Atelier, den hellbraunen Linoleumboden, die Farbtupfer und Farbspritzer auf dem Boden, die Schlafnische und die Holztür, die über eine Treppe in den Garten führte. Es war für mich jedes Mal ein Ereignis in ihrem Atelier zu sein. Sie konnte ganze Tage im Atelier verbringen; es war ihr Wohn- und Arbeitszimmer. Links von mir stand die schwere Holztür, die über eine helle Holztreppe in den geheimnisvollen Garten führte. Noch immer stand ich im Atelier, schaute auf das grosse Schlangenbild und entschied, dass ich einen geheimnisvollen Mann mit Hut und Sonnenbrille auf der rechten Bildseite ausmachen konnte.

Die Sonne schien, es war Frühling, bald würden die Froschlaiche zum Leben erwecken; die Welt erwachte aus dem tiefen Winterschlaf. Die Grasfläche vor ihrem Haus war feucht, die noch kühlen Nächte tauchten das Gras jeden Morgen in einen frischen Morgentau. Sie sass in ihrem Arbeitszimmer und tippte auf der Schreibmaschine. Das Fenster weit geöffnet, um den Frühling einzulassen. Ich näherte mich dem Fenster und betrachtete sie wie sie vertieft auf ihrer Schreibmaschine arbeitete. Als sie mich bemerkte, schaute sie auf und grüsste mich, nippte an ihrer Tasse Tee und lächelte mich an. Nach einem kurzen und freundlichen Dialog tippte sie auf ihrer Schreibmaschine weiter. Ich blieb am Fenster stehen, sie drinnen und ich draussen, und spürte das feuchte kalte Gras unter meinen Füssen.

Die Legende der Schlangenspur


“Was siehst du nun?”

Ich stand vor dem Bild, betrachtete es und suchte nach Formen, Gestalten und Bilder innerhalb des Bildes. Ich war in Evis Atelier und rings um mich herum standen grossformatige Acrylbilder verschiedener Zyklen. Sie hatte mich gebeten, das grosse Schlangenbild ganz genau zu betrachten und ihr anschliessend zu sagen, ob mir was besonderes aufgefallen war. Ich kann mich noch heute sehr gut an den Geruch der Acrylfarben erinnern. An die Farbtöpfe, die Acrylfarben, das helle und geräumige Atelier, den hellbraunen Linoleumboden, den Farbtupfern und Farbspritzern auf dem Boden, der Schlafnische und der Holztür, die über eine Treppe in den Garten führte. Es war für mich jedes Mal ein Ereignis in ihrem Atelier zu sein. Sie konnte ganze Tage im Atelier verbringen; es war ihr Wohn- und Arbeitszimmer. Links von mir stand die schwere Holztür, die über eine helle Holztreppe in den geheimnisvollen Garten führte. Noch immer stand ich im Atelier, schaute auf das grosse Schlangenbild und entschied, dass ich einen geheimnisvollen Mann mit Hut und Sonnenbrille auf der rechten Bildseite ausmachen konnte.

Die Sonne schien, es war Frühling, bald würden die Froschlaichen zum Leben erwachsen; die Welt erwachte aus dem tiefen Winterschlaf. Die Grasfläche vor ihrem Haus war feucht, die noch kühlen Nächte tauchten das Gras jeden Morgen in einen frischen Morgentau. Sie sass in ihrem Arbeitszimmer und tippet auf der Schreibmaschine. Das Fenster weit geöffnet, um den Frühling einzulassen. Ich näherte mich dem Fenster und betrachtete sie wie sie vertieft auf ihrer Schreibmaschine arbeitete. Als sie mich bemerkte, schaute sie auf und grüsste mich, nippte an ihrer Tasse Tee und lächelte mich an. Nach einem kurzen und freundlichen Dialog tippte sie auf ihrer Schreibmaschine weiter. Ich blieb am Fenster stehen, sie drinnen und ich draussen und spürte das feuchte kalte Gras unter meinen Füssen.

martes 20 de enero de 2009

Die Schlangenspur in den geheimnisvollen Garten I


Wie war das nochmal mit der Schlangenspur? Schlangenförmige Spuren der Zeit. Vergangenheit, Erinnerungen. 1988. Das Jahr, in dem E.K. ihren Bilderzyklus der Schlangen, der Schatten und dem verletzten Herz keierte und thematisierte. Ich war zu jener Zeit 14 Jahre alt und hatte schon viele Stunden über die Jahre hinweg bei ihr zuhause oder in ihrem Atelier verbracht. Ihre Malkunst beeindruckte mich, mehr allerdings noch ihr geheimer Kosmos und Lebensstil. Ein unverzichtbarer Ort an der Lavadina war im Sommer über der Garten mit den Lärchenbäumen, den Plantanen, den Pfefferminzsträuchern, den runden weissen Steinen, die sie von den Sandbänken des Rheins geliehen hatte. Die weisse Spur, die sich wie eine träge Schlange um ihre Haus schlang. Sie führte von der Haustür am Haus vorbei und brachte den Besucher direkt in ihren wunderschönen und geheimnisvollen Garten, in ihr Reich, das sie besonders im Frühling, Sommer und Herbst zu ihrem zweiten Wohn- und Arbeitszimmer machte. Hier malte sie, spannte die grossformatigen Leinwände auf, las Bücher, schrieb auf ihrer elektrischen Schreibmaschine, trank Tee, ass und genoss ganz einfach Besuche ihrer Freunde oder einen gemütlichen Schwatz über den Gartenzaun mit ihren Nachbarn. Immer wenn ich von der Schule nach Hause kam – mein Schulweg führte mich unweigerlich an ihrem Haus vorbei – , oder ich sie an meinen freien Nachmittagen besuchte, kauerte sie oft in ihrem Garten auf der Holztreppe, die zu ihrem Atelier hinauf führte und las oder sass an ihrer Schreibmaschine und arbeitete eifrig an ihren Texten. Das Klappern ihrer Schreibmaschine inmitten des Gezwitscher der Vögel war mir bald ein vertrauter Klang. Neugierig schaute ich ihr über die Schulter, um zu sehen, was sie gerade schrieb und formulierte, “ … bald schon lag die grosse Schlange regungslos da in der Form eines verletzten Herzens …”.

domingo 18 de enero de 2009

Blätterwerk I - Allein (oder vom Glanz)

Das Niemandsland, das ist: dass ein Mensch hier geboren wird durch einen Zufall, der ihn beheimatet.